26. Mai 2024 Herzlich Willkommen auf der Seite von Eintracht Falkensee e.V.

Tag der Meister!

Am heutigen Dienstag, am Tag der Deutschen Einheit, traten unsere Jungs der Inlinehockey-Landesliga zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte im Finale um die Meisterschaft an. Der Gegner kein Geringerer als der Konkurrent aus dem Halbfinale des Vorjahres – die Red Devils Berlin III. Um es vorwegzunehmen, es wurde ein spannendes und vor allem torreiches Spiel, welches für jeden Zuschauer auf der Tribüne das Erscheinen belohnte.

Pünktlich um 13 Uhr ließ der Schiedsrichter den Ball in der Carl-Schuhmann-Halle in der Osdorfer Straße fallen, um den Meister der Saison 2023 zu ermitteln. Die Eintracht trat mit 13+2 Spielern an und man merkte, dass sie Lust auf den Titel hatten. Es waren erst 65 Sekunden gespielt, als der Kapitän Ben Wittke den folgenden Torreigen eröffnete und zum 1:0 einnetzte.


Und egal wie groß die Aufregung eines Jeden war, man merkte, dass alle Spieler fokussiert und topfit waren. Schönes Stellungsspiel, saubere Pässe und Ruhe beim Ballbesitz zeichnete sich bei der Eintracht ab. So war es auch nicht verwunderlich, dass heraus gespielte Chancen, die die Devils trotz guter Gegenwehr boten, genutzt wurden und das 2:0 durch das Falkenseer Urgestein Elias Wagner fiel. Keine Anzeichen von Nervosität oder falscher Sicherheit auch nicht nach dem zweiten Treffer. Das Ziel war klar: Meisterschaft.


In der 7. und 9. Spielminute erhöhten unsere Jungs das Ergebnis sogar auf einen stattlichen 4:0 Vorsprung. Der Torschütze? Elias Wagner. Noch im ersten Drittel erzielte er seinen lupenreinen Hattrick und man sah schon fast wie der überragende Sieger aus.


Und der Gegner? Entmutigt? Mit Nichten. Um die Mannschaft wach zu rütteln, wechselte man den Torhüter. Und es wirkte. Ihr Spiel wurde ruhiger und man gewann mehr Zweikämpfe und konnte seine Stärken aufs Parkett bringen. Der erste Dämpfer und das erste Gegentor durch die Red Devils fiel in der 13min. Und Dario Piroddi musste hinter sich greifen.


Das Spiel nun offener und umkämpfter, die Devils fanden ins Spiel, obwohl Falkensee stabil stand uns sich kaum Fehler leistete. 17 Sekunden vor dem Ende des 1. Drittels verkürzten die Devils noch auf 4:2 und der Pausentee stand an. Alles nach Plan wollte man meinen, doch es galt weiter den Gegner ernst zu nehmen und Torgefährlichkeit der Mannen im schwarzen Dress nicht zu vergessen. Durch die vorangegangenen Saisonspiele war klar, dass eine Führung schnell dahin sein könnte, würde man sich zu sehr ausruhen auf das Geleistete.

Mit dem Spielstand ging es dann in den zweiten Spielabschnitt. In Spielminute 28 ging das wilde Tore schießen weiter und so zappelte der Ball im Netz. Die Devils trafen zum 3:4 aus ihrer Sicht und waren wieder dran. Falkensee aber kaum geschockt und man bemühte sich, die ausgelobte Taktik auf dem Feld beizubehalten. Aber lediglich 30 Sekunden später sogar der Ausgleich, 4:4.


Brach das Team nun zusammen, war die fehlende Finalerfahrung das Problem? Individuelle Fehler waren es nicht, es war lediglich die Finesse des Gegners aus den Chancen das Maximum zu holen. Also alles wieder auf Anfang, der hohe Vorsprung dahin,… wie sollte man den Schock verdauen? Die Antwort fand Mika Gromoll in der 34. und stellte die erneute Führung zum 5:4 her. Aufatmen! Den Zuschauern, die lautstark das Team anfeuerten und ihre Farben siegen sehen wollten, fiel ein Stein vom Herzen.
Allerdings hatten die Devils ihr Pulver noch nicht verschossen und ließen sich nicht beirren als in der 37. min erneut der Ausgleich fiel. Und plötzlich sogar die erste Führung der Lankwitzer, 5:6 für Heimmannschaft.


Elf Tore in 40 Minuten Spielzeit. Hätte man Eintritt zahlen müssen, wäre dieses Spiel nun schon sein Geld wert gewesen. Und es war noch einiges an Hockey zu spielen und noch nicht alle Tore des Spiels gefallen.
Nun also Anpfiff zum absoluten Finale, 20 Minuten bis zur Gewissheit. Sekt oder Selters. Und eins war klar: wenn schon Saisonende, dann richtig! Falkensee wollte den Titel und dem entgegenstand jetzt der Rückstand und der erfahrene Gegner. Aber Aufgeben wollte an diesem Tag niemand und so war es wieder der junge Nachwuchsspieler Mika Gromoll der den Ausgleich in die Maschen legte. 6:6 und alles wieder möglich. Der Jubel auch auf der Spielerbank und nicht nur bei den euphorischen Fans. Diese Stimmung steigerte sich noch als Ben Wittke sogar die wieder gewonnene Führung nach schönem Solo hinter die Torfrau legte. Auf seinem Weg zur Bank wusste er sich für die Fangesänge, die Auftrieb gaben, zu bedanken und pushte nicht nur sein Team, sondern auch die Fans weiter. 7:6! und der Titel so nah.

8 Minuten waren es nur noch als die kämpferisch guten Devils aber wieder zeigten, was ihre Nervenstärke und Torriecher so gefährlich machen und so glichen sie abermals aus. Was für ein spannendes Spiel und was für ein würdiges Finale mit zwei ebenbürtigen Teams. Nun galt es, den Ball zu behaupten und in den eigenen Reihen zu halten. Kein Gegentor mehr zulassen und auf die eigenen Chance warten oder gar in die Verlängerung zu gehen. Aber Verlängerung, das wollte keins der Teams so wirklich. Und als der Ball wiedermal seinen Weg ins Tor fand, standen Schock und Freude sich gegenüber. 1:59 noch auf der Uhr und nun der Rückstand??? Das wollten die Devils nicht wahrhaben nach dem Treffer durch Ben Wittke der mit einem Schlagschuss unter die Latte traf. Was tun? Die logische Entscheidung der Devils: Goalie ziehen und somit mit einem Mann mehr auf dem Feld alles auf eine Karte setzen und Druck auf die Eintracht ausüben.

Aber Falkensee war hungrig und dem ersten Titel so nah. Nach einem Zweikampf an der Bande um den Ball schnappte sich Manuel Stuck und lupfte den Ball mit einem gekonnten Schlenzer über alle hinweg in das verwaiste Tor. 9:7 und zwei (!!!) Sekunden vor Spielschluss die Entscheidung.
Die Spieler lagen sich in den Armen und feierten als der Schiedsrichter abpfiff. Alle stürmten das Spielfeld und die Freude vor dem Erreichten kannte keine Grenze mehr.

Das Spielfeld, gesäumt von Handschuhen, Helmen und Schlägern, wurde zur Ehrenbühne als Ben Wittke nach der feierlichen Pokalübergabe der Ligenleitung erst dem Team und anschließend den feiernden Fans den Pokal unter tobenden Applaus entgegen ragte und zur Ehrenrunde ansetzte.

Bravo Jungs! Das war super und ihr habt euch den Erfolg redlich verdient. Niemand hatte sein Kommen bereut und ihr habt ein klasse Spiel abgeliefert, nie aufgegeben und den Fokus nicht verloren.

Einen herzlichen Glückwunsch zum ersten Meistertitel.