26. Mai 2024 Herzlich Willkommen auf der Seite von Eintracht Falkensee e.V.

Wie wir Fußball leben

Ziel

Unser Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen Spaß an Sport und Fußball im Speziellen zu vermitteln, um sie möglichst lang an Sport und Verein zu binden.

Luis Enrique (ehemaliger spanischer Nationalspieler und -trainer):

„Nur 1% aller (spanischen) Kinder erreicht ein professionelles Spielniveau, weshalb das Ziel für Kinder und Erwachsene sein sollte, dass das Kind glücklich ist, und dass es sich als Persönlichkeit entwickelt. In einer Fußballmannschaft lernen sie fürs Leben; Frustration, sich mit Mannschaftskollegen freuen, sich mit Mannschaftskollegen ärgern. Zu erkennen, dass sich die Welt nicht nur um einen selbst dreht. Vergesst die Ergebnisse. Fragt euch: ‚Habt ihr Spaß gehabt? Habt ihr alles gegeben?‘ Darum geht es.“ 

Vorüberlegungen

Oft heißt es, Fußball sei ein einfaches Spiel. Im Grundsatz stimmt das auch. Mehr als einen Ball oder etwas Ballähnliches braucht man nicht, um spielen zu können. Aber das Spiel zu beherrschen, das ist alles anderes als einfach. Es ist hochgradig komplex. Die Kombination aus Schlichtheit und hoher Komplexität begründet u.a. auch die weltweite Faszination am Fußballsport. Wodurch entsteht die Komplexität?

  • Der Ball muss völlig unnatürlich mit den Füßen, die sonst nur zum Laufen oder Stehen genutzt werden, gespielt werden.
  • Das Spiel des Balls wird durch eine aktive Gegnerbehinderung von allen Seiten erschwert.
  • Der Ball muss in ein verhältnismäßig kleines und bewachtes Ziel transportiert werden, um einen Punkt zu erzielen.
  • Die Möglichkeit, den Ball dabei zu seinem Mitspieler zu spielen, fügt eine zusätzliche Komplexitätsstufe hinzu.
  • Die Spielrichtung ist völlig offen. Der Ball kann nach hinten, vorne oder zur Seite gespielt werden.

Dabei gilt je mehr Mit- und Gegenspieler sich auf dem Feld befinden, desto komplexer wird das Spiel. Bei einem 1vs1 gibt es genau zwei Interaktionslinien zwischen den beiden Spielern. Beim allgegenwärtigen 11vs11 sind es ganze 462. Bei 3vs3 sind es hingegen nur 30. Der Schwierigkeitsgrad des Spiels steigt also exponentiell mit der Anzahl der auf dem Feld vorhandenen Spieler an.

Interaktionslinien beim 3vs3

Wenn man also akzeptiert, dass das 11vs11 aufgrund seiner hohen Komplexität ein Spiel für Erwachsene ist, dann scheint es naheliegend, dass das Spiel für Kinder und Jugendliche angepasst werden muss, damit es leichter zu beherrschen ist – insbesondere da es sich bei Kindern um Anfänger handelt. Zudem muss man berücksichtigen, dass sich Kinder und Jugendliche geistig als auch körperlich nicht auf dem Entwicklungsstand von Erwachsenen befinden.

Wie erreichen wir unsere Ziele?

Wir haben uns ein paar Grundsätze gegeben, um dem kindlichen/jugendlichen Spiel gerecht zu werden.

1. Dynamik, Spaß und Abwechslung

  • Fußballtraining muss in erster Linie Spaß machen. Was bringt es in frühen Jahren Höchstleistungen aus Kindern zu pressen, wenn sie dann später im Jugendalter genervt oder lustlos aufhören?
  • Fußballtraining muss abwechslungsreich sein. Wenn man bedenkt, dass Kinder heute schon im Kindergartenalter Fußballvereinen beitreten, dann wundert es nicht, dass sie im Sekundäralter die Lust verlieren, wenn sie über 10 oder mehr Jahre Woche für Woche das Gleiche machen.
  • Fußballtraining muss dynamisch sein. Kinder verbringen heute viel weniger Zeit in Bewegung als das bei früheren Generationen der Fall war. Deshalb müssen wir aus der wenigen Zeit, die im Training zur Verfügung steht, das Maximum rausholen. Einmal, um sie natürlich fußballerisch zu entwickeln, aber auch, um koordinative Grundlagen für lebenslanges Sporttreiben zu legen.

2. Komplex aber nicht kompliziert trainieren

  • Manchmal sieht man furchtbar komplizierte Aufbauten auf einem Fußballplatz, die einer Hütchenschlacht gleichen. Das Ergebnis ist häufig, dass man viel Zeit damit verbringt den Übungsablauf zu erklären und zu verstehen, anstatt zu spielen. Das sorgt auf Trainer- und Spielerseite für Frust.
  • Das komplexeste Spiel, das die Kinder im Erwachsenenalter beherrschen sollen, ist das 11vs11. Daher geht es im Kinder- und Jugendalter im Wesentlichen eigentlich nur darum, die Komplexität immer an den Entwicklungsstand der Spieler anzupassen.

3. Spielen vor Üben

  • Wer Fußball spielt, der will spielen. Also muss ein sehr wesentlicher Bestandteil des Trainings aus Fußballspielen bestehen. Das kann in den verschiedensten Formen passieren, um unterschiedliche Dinge zu trainieren und bestimmte Verhaltensweisen zu bewirken.
  • Der beste Lehrmeister für das Spiel ist das Spiel!
  • Wald- und Rundenläufe sind entsprechend weder zeitgemäß noch verbessern sie die Spielfähigkeit unserer Spieler.

4. Altersangemessenes Training und Wettkämpfe

  • Training für Kinder, Jugendliche und Erwachsene kann auf Basis der vorgenannten Ausführungen nicht gleich sein.
  • Wir bieten entsprechend altersangemessenes Training an.
  • Wo immer es uns möglich ist, gestalten wir Wettkämpfe im Sinne der Entwicklung unserer Kinder, und streben an, andere Vereine auch davon zu überzeugen.

Welche Aufgabe kommt uns als Verein zu?

  • Wir wollen Begeisterung für Sport und Fußball wecken.
  • Wir legen die Grundlage für lebenslanges Sporttreiben.
  • Wir unterstützen junge Menschen beim Erwerb sozialer Kompetenzen. (Miteinander in einer Gruppe, Pünktlichkeit, Hilfsbereitschaft usw.)
  • Wir überzeugen auch andere Sportvereine, Verbände und Familienangehörige davon WIE WIR FUßBALL LEBEN.

Was sind keine Vereinsziele?

  • Ein übermäßiger Fokus auf Ergebnisse kann der sportlichen Entwicklung im Weg stehen.
  • Daher sind Ergebnisse, Tabellenplatzierungen oder die Zugehörigkeit zu bestimmten Ligen keine primären Vereinsziele.