Funino-Festivals bei unseren Mini-Kickern – Und die haben Spaß gemacht!

Der Frühling zeigt sich langsam und damit endet auch die Hallensaison unserer Minikicker. Bei fünf herkömmlichen Turnieren waren wir zu Gast und haben selber drei Funino-Festivals veranstaltet. Dabei hat sich gezeigt, dass es die richtige Entscheidung ist auf Funino zu setzen. Negativer Höhepunkte unserer Turnierreihe war eine Veranstaltung in Berlin, in der wir erlebt haben wie Kinderfußball auf keinen Fall funktionieren sollte.

Ein schlechteres Torverhältnis führte zum Aus nach der Vorrunde, so dass wir nach drei Stunden und gerade einmal zwei Spielen wieder nach Hause fahren konnten. Tiefpunkt des Ganzen waren zwei Trainer, die kurz davor standen sich vor den Augen der Kinder zu prügeln. Auch wenn die anderen Turniere wesentlich friedlicher verliefen, haben wir auch hier mehr Zeit mit Warten und weniger mit Spielen verbracht.

G1-Funino-Festivals

Das krasse Gegenstück dazu war unser letztes Funino-Festival in der großen Kanthalle, nachdem wir leider etwas Lehrgeld in der Stadthalle eine Woche zuvor zahlen mussten, wo einiges aufgrund zu vieler Felder, zu wenig Zeit und vieler Absagen, schief lief. Dafür entschädigte uns das Festival  in der Kant umso mehr. Ein besseres und freundschaftlicheres Turnier haben wir bisher noch nicht erlebt. Links und rechts von der Halle hatten wir je ein Funino-Feld aufgebaut und in der Mitte eine Bewegungslandschaft, so dass sich auch in den Pausen keiner langweilen musste. Zu Gast hatten wir die Funino-erfahrenen Jungs von Empor Berlin, Tasmania Berlin und Lok Elstal.

Selber konnten wir 3 Mannschaften stellen, so dass 14 Eintracht-Kinder spielen konnten. In beiden Gruppen ging es permanent hoch und runter. Alle Kinder kamen auf gleiche Einsatzzeiten und waren nach weniger als drei Stunden und zahlreichen Spielen völlig platt. Die obligatorische Frage nach den Torschützen am Ende ließ wieder fast alle Kinderhände in die Höhe schnellen. Selbst bei den vernünftig organisierten Turnieren in traditioneller Spielform konnten wir nicht annähernd so viele Tore erzielen.

Bei gleicher Turnierdauer konnten sonst oft nicht mehr als zwei Kinder ein Tor erzielen. Viele Spiele endeten oft auch torlos, wobei sie meist eher einem Dauerlauf über die riesigen Hallen glichen als einem Fußballspiel. Dabei ist es wissenschaftlich erwiesen, dass erlebte Lernerfolge zu einer gesteigerten Dopaminausschüttung führen, was wiederum Glücksgefühle hervorruft, die dazu führen, dass Kinder weiter lernen wollen.

Ein ganz besonderes Lob geht an alle Eltern, sowohl unsere eigenen als auch die der Gastmannschaften und an Rewe Falkensee als Buffetunterstützer. Alle Eltern waren völlig entspannt und schauten ihren Kindern in Ruhe beim Kicken zu. Somit scheint Funino nicht nur die Erfolgschancen unserer Kinder zu erhöhen und für mehre Beteiligung und mehr Ballkontakte zu sorgen, sondern auch die passende Spielform für den Fair Play Modus zu sein. Dementsprechend geht die G-Jugend auch die Freiluftsaison mit Minifußball an und verabschiedet sich zunächst aus dem offiziellen Spielbetrieb des Fußballkreises. Das bedeutet zwar mehr Organisationsaufwand und wird uns hoffentlich langfristig belohnen.

Text: Martin Gründel

Fotos: Claudia Angelski, Alexandra Matschulat, Cindy Piorunek